Die meisten der bisher dokumentierten Arbeiten zur maschinell unterstützten Übersetzer-Spezifikation und -Verifikation betreffen jeweils spezielle Quell- und Zielsprachen, so dass eine Wiederverwendung fuer andere Übersetzungsprozesse kaum moeglich ist. Andrerseits läuft die Übersetzung einzelner Sprachkonstrukte jeweils nach einem Schema ab, das sich nur in Details von Sprache zu Sprache unterscheidet; z.B. umfasst die Ubersetzung einer Zuweisung die Schritte Code-Erzeugung für den Ausdruck, gefolgt von einer Abspeicherung des berechneten Werts. Es liegt daher nahe, das Wesentliche solcher Übersetzungsmuster zu identifizieren und abstrakt zu modellieren und zu verifizieren, so dass sie in geeigneter Form fuer konkrete Übersetzungsprozesse instanziiert und wiederverwendet werden können. Ein solches Vorgehen unterstuetzt ausserdem die fuer die Durchfuehrbarkeit maschineller Beweise notwendige Modularisierung des Übersetzungsprozesses. In dem Vortrag werden beispielhaft generische Theorien zur Übersetzung von Ausdruecken und darauf aufbauend fuer Kontrollstrukturen vorgestellt, die von Details der Quellsprache und Architektur und Instruktionssatz der Zielmaschine abstrahieren. Wir zeigen, wie und in welchem Umfang ein solchen Ansatz sich im PVS-System realisieren lässt und wie die abstrakten Theorien für die konkreten Übersetzungsprozesse des Verifix-Projektes eingesetzt werden können.